Lernen mit und über digitale Medien

Legefilme selbst gestalten

Im letzten Beitrag hatten wir die Erstellung von digitalen Legefilmen mit Hilfe des Tools mysimpleshow thematisiert. Nun soll die analoge Vorbereitung und Umsetzung eines Legefilms einmal im Mittelpunkt stehen. Wir wollen einmal kurz darauf eingehen warum man mit dieser Methode ganz andere Dinge lernt und auch ein ganz anderes Equipment benötigt als beim digitalen Legefilm.

Bei einem analogen Legefilm werden einfach auf einem weißen Hintergrund ausgedruckte Bilder ins Bild rein und raus geschoben und dabei wird eine Geschichte erzählt oder ein Sachverhalt erläutert.

Der Ablauf und die Vorbereitung der Filmplanung ist folglich ähnlich wie bei anderen Filmen.

Zunächst wird das Thema festgelegt. Hierzu geht man im Idealfall von einer konkreten Frage oder die Lösung eines bestimmten Problems aus.

Im Anschluss verfasst man das Drehbuch und dieses Drehbuch hat bei uns drei Spalten. In der ersten Spalte findet sich die Nummerierung mit einem mit einem Schlagwort zum Szeneninhalt (Szenenbeschreibung). Es folgt eine Spalte in der das zu verwendende Legematerial aufgelistet wird. In der dritten Spalte folgt dann der vollständig ausformulierte Sprechertext. In dem Text heben wir bestimmte Signalwörter in der Regel fett hervor. Diese Signalwörter bilden dann den Ausgangspunkt für eine  bestimmte Aktion, wie zum Beispiel das Hereinschieben eines ganz bestimmten Legematerial  oder einer bestimmten Figur. Die Markierung hilft dann bei der späteren Umsetzung des Legefilms.

Wir gehen jetzt einmal davon aus, dass das Legematerial bereits im Vorfeld erstellt wurde.

Im nächsten Schritt kann dann bereits mit der Umsetzung, dem Abfilmen begonnen werden. Das benötigte Equipment hierfür ist recht überschaubar. Man benötigt gute Lichtverhältnisse, eine weiße Legefläche, ein Handy und ggf. ein entsprechendes Handystativ.  Nun sollten man noch mindestens  drei Rollen vergeben. Zum einen gibt es den Kameramann, dann den Sprecher und nicht zuletzt den sogenannten Schieber, der die Legefiguren aus verschiedenen Richtungen ins Bild hinein und wieder raus schiebt.

Anschließend kann dann nach der ein oder anderen Generalprobe mit dem Abfilmen beginnen. Am Anfang benötigt man ein paar Durchgänge bis das Filmteam sich eingespielt hat, aber dann klappt es in der Regel und macht auch ziemlich viel Spaß.

Zu einem vollständigen Film gehört ja in der Regel ein Intro und ein Abspann. Diese können entweder bei der im Rahmen der Nachbereitung hinzugefügt oder aber in der Form von Legematerial in den Film integriert werden. Der Schwerpunkt bei einem analogen Legefilm liegt eben auf der Planung des Drehbuchs und generell steht die Kooperation in der Gruppe im Mittelpunkt. Im Grunde kann man dann ohne PC und Schnittsoftware auskommen. Der Fokus  liegt auf dem Inhalt, einer möglichst genauen Planung und auf der Umsetzung des Legefilms im Team.

Aus unserer Sicht kann man den analogen Legefilm sehr schön im Unterricht einsetzen, wenn man Legematerial vorgibt und dadurch Schwerpunkte setzt. So ist sichergestellt, dass bestimmte Aspekte enthalten sind. An dieser Stelle wäre sicherlich eine Sicherungsphase oder Wiederholungsphase für bereits erlernte Zusammenhänge vorstellbar. Allerdings ist es auch denkbar zum Einstieg einer Unterrichtsphase den Problemaufriss als Lehrer vorzugeben und dann die Lösung zu dieser Problemstellung arbeitsteilig von den Lernenden erarbeiten zu lassen. Denkbar ist es auch einzelne Szenen von verschiedenen Gruppen bearbeiten lassen, so dass eben der Arbeitsaufwand sich und die benötigte Unterrichtszeit begrenzt sind.

Konkrete Beispiele sehen und Erfahrungsberichte findet man bei uns auf Instagram, in unserem Youtube-Kanal oder auch bei Upspeak. Im Bereich Unterrichtsmaterialien werden wir hier auch demnächst noch ein paar Dinge bereitstellen.

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