Lernen mit und über digitale Medien

Die Geschichte vom Einbein, Zweibein Dreibein und Vierbein

Im heutigen Beitrag geht es ausgehend von der Geschichte eines Drei-, eines Zwei sowie eines Ein- und eines Vierbeins  um den Unsinn bzw. Sinn von Erklärvideos im Unterricht. 

Ein Zweibein sitzt auf einem Dreibein und will ein Einbein essen. Da kommt ein Vierbein angelaufen und nimmt dem Zweibein das Einbein weg. Da ärgert sich das Zweibein und wirft mit den Dreibein nach dem Vierbein.

Vielleicht kennt der ein oder andere diese Geschichte bereits. Im Grunde hanelt es sich hierbei um nich zusammenhängende Wörter, die einfach nur aneinander gereiht wurden. Gibt man den Wörtern Ein-, Zwei, Drei- und Vierbein aber eine Bedeutung ergibt diese Geschichte ein Sinn. Stelllen wir uns vor Zweibein steht für Mensch, Dreibein für einen Hocker und Einbein ein Hühnerknochen sowie Vierbein ein Hund.

Nun ergibt sich der Sinn dieser Geschichte daraus, dass wir diesen sehr ähnlich klingenden Worten Bilder zuordnen. Um dieses Phänomen soll es heute gehen.

Das Lernen in der Schule erfolgt häufig ausschließlich mit der linken Gehirnälfte. Die linke Gehirnhälfte ist für das logische rationale Denken zuständig. Logisches rationales Denken basiert auf Informationen Daten, Fakten und Zahlen. Im Gegensatz hierzu ist die rechte Gehirnhälfte eher die emotional künstlerische Gehirnhälfte. Sie ist verantwortlich für Kreativität und Intuition. 

Möchte man nun beste Voraussetzungen für erfolgreichen Lernen schaffen, kommt es nicht nur darauf an, dass man möglichst viele Informationen zu einem Thema sich anbietet.  Es ist genauso wichtig wie diese Informationen im Gehirn verknüpft werden können. Damit der Mensch möglichst viele Verknüpfungen mit diesen Informationen entwickelt, sollten daher im Idealfall beide Gehirnhälften angesprochen werden.  Folglich reicht es nicht  wie es häufig in der Schule bislang geschieht ausschließlich logisch rationales Denken durch ein Erfassen von Daten und Fakten und durch das Betrachten linearer  Abläufe zu lernen. Diese Daten und Fakten müssen eben auch in Zusammenhang mit kreativen Prozessen und künstlerischen Prozessen gebracht werden.

Genau an dieser Stelle setzt unsere Idee der Erstellung von Erklärvideos an.  Die Erstellung von Erklärvideos im Unterricht hat nichts mit einer Laissez-Fair-Pädagogik  zu tun, in der irgendein Film gedreht wird und sich junge Leute einfach mal ausprobieren können. Vielmehr geht es genau um die Nutzung beider Gehirnhällten zum Abspeichern von Informationen bzw. zum  Lernen. Im ersten Schritt werden die Informationen gesammelt und sortiert wir beziehen uns also eher auf die linke Gehirnhälfte.  Dann sprechen wir aber in einem zweiten Teil  die Kreativität an. Die Lernenden müssen überlegen, wie können sie diese Daten, Fakten und Information in einen bedeutsam Zusammenhang bringen. Dies funktionier immer dann sehr gut, wenn sie von einer Geschichte persönlich betroffen sind. Daher möchten wir Lehrer, Dozenten, freiberufliche Trainer dazu ermutigen beide Gehirnhälften in ihre Lernangebote einzubeziehen und nicht ausschließlich das logische rationale Denken sondern auch kreative intuitive Prozesse in die Lernprozesse z.B. durch die Erstellung von Filmen einzubinden.

Näheres zu unseren Lernangeboten in diesem Bereich findet man auf unserem Youtube-Channel, auf Instagram oder als Podcasts auf Upspeak.

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