Lernen mit und über digitale Medien

Digitale Medien in der Schule – nur ein Werkzeug?

Es ist häufig zu lesen und zu hören, dass digitale Medien in der Schule in erster Linie Werkzeuge sind.Im heutigen Beitrag wollen wir aufzeigen, dass sie aber eventuell auch mehr sind.

Digitale Medien haben verschiedene Funktionen das ist unbestreitbar. Sie helfen uns und unseren Lernenden im Unterricht oder Training die Lerninhalte besser zu verstehen, zu systematisieren  und auf sie zurückgreifen. Digitale Medien sind aber auch zunehmend primäre Informationsquellen und nicht zuletzt lassen sich Inhalte auf digitalen Medien sehr gut teilen und gemeinsam weiterentwickeln.   Digitale Medien dienen aber auch als Lernhilfen im Rahmen von Internetrecherchen oder der Nutzung von Lernapps bzw Onlinekursen. Sie unterstützen uns und unsere Lernenden und sind Werkzeuge zur Lösung von bestimmten Aufgaben. Beispielsweise lässt sich im Mathematikunterricht mit Hilfe von einem Mathetool wie Geogebra eine Funktion zeichnen oder wir können bestimmte Aufstellungen Berechnungen in Excel machen. Digitale Medien können aber auch zu Planungshilfen werden. So lassen sich mit sich mit Tools wie Meistertask u.ä. zum Beispiel Pläne zur Arbeitsverteilung erstellen . Digitale Medien dienen aber auch ganz allgemein zum Austausch und zur Kooperation. Die Nutzung von Cloud Lösungen im Allgemeinen und Office 365 im Speziellen bieten uns die Möglichkeit zur Speicherung von Informationen und Ergebnisse sowie deren Präsentation.

Der Einsatz u von digitalen Medien ist in der Arbeits- und Berufswelt normal und der damit verbundene Mehrwert der Funktionen von digitalen Medien wird nicht in Frage gestellt. Viele Schulen stehen im Bezug auf digitale Bildung aber noch am Anfang. Im Folgenden wollen wir daher einmal anhand eines konkreten Praxisbeispiels aufzeigen, wie wir digitale Medien im Unterrichtsalltag einsetzen.

Der Schülerarbeitsauftrag in diesem Zusammenhang ist die Erstellung einer Präsentation zum bereits absolvierten Berufspraktikum. Wir starten an dieser Stelle meistens mit einem kleinen Lehrervortrag zu den inhaltlichen und formalen Anforderungen an die Präsentation. Im Anschluss erhalten die Schüler dann einen Rechercheauftrag zum Aufbau der Praktikumspräsentation. Vor diesem Hintergrund entwickeln sie dann die eine entsprechende Agenda für ihre Präsentation. Im Folgenden wird dann die Präsentation mit einem geeigneten Tool erstellt. Abschließend  werden dann die Ergebnisse im Plenum präsentiert. Selbstverständlich muss im Rahmen des Erstellungsprozesses darauf geachtet werden, dass Bildquellen und weitere Informationsquellen auch benannt werden. Abschließend erhalten die Schüler dann noch den Auftrag für Folgeklassen eine kleine Anleitung zur Erstellung einer guten Praktikumspräsentation zu schreiben.  In diesem Zusammenhang kann z.B. Padlet zum Einsatz gebracht werden. Hier wird dann ein entsprechender QR Code für den Link erzeugt und veröffentlicht. Wie man direkt feststellen kann, handelt es sich um ein Beispiel in dem  digitale Medien das Werkzeug sind um Informationen zu verdeutlichen, zu sichern und anderen zu präsentieren. Aber die Schüler lernen auch den zielgerichteten Umgang mit digitalen Medien. Die Informationen müssen recherchiert, ausgewertet und bewertet werden. In diesem Zusammenhang geht es um die Herkunft der Informationen und die Intention des Verfassers der Informationen. Ferner lernen die Schüler Informations- und bildquellen korrekt anzugeben. In Anlehnung an dieses werden auch das Urheberrecht  und die verschiedenen Lizenzarten thematisiert. Nicht zuletzt geht es auch um die Suche nach und die Nutzung von Bilddatenbanken. Diese Fragen können in diesem Kontext anhand der beschriebenen Lernsituation eben auch inhaltlich mit der Klasse besprochen werden. Folglich stehen diese Kenntnisse neben den Fertigkeiten eine Präsentation mit einem bestimmten Tool bzw. einer bestimmten Software zu erstellen im Zentrum der Lernsituation.

Das heißt der Übergang zwischen der Medienkompetenz und dem Anwendungs-Know-How ist an dieser Stelle fließend. Aus diesem Grund sind digitale Medien nicht ausschließlich ein methodisches Werkzeug sondern ihr  Einsatz führt auch dazu, dass digitale Sachverhalte selbst als Lerninhalte thematisiert und dass Medienkompetenz im Sinn eines kritischen Hinterfragens von Informationen geschult wird.

Ideen und Erfahrungsberichte findet man auch auf Instagram sowie auf unserem  Upspeak-Kanal.

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