Lernen mit und über digitale Medien

10 Gründe für Workshops in der der Schule

Workshops als alternative Unterrichtsform zu bestimmten Themen. Wie kann das gelingen? Im folgenden Beitrag stellen wir 10 Gründe vor, die aus unserer Sicht für den Einsatz von Workshops in der Schule sprechen.

  1. Im Rahmen eines Workshops in der Schule lässt sich eine echte Problemorientierung schaffen, auf deren Basis die Problemlösungskompetenz der Schüler gefördert werden kann. Grundsätzlich kann man Workshops immer vor dem Hintergrund einer übergeordneten Frage konzipieren. Ein Beispiel wäre zum Beispiel: „Wie können wir den Umweltschutz bei uns an der Schule verbessern?“
  2. Im Rahmen von Workshops herrscht in der Schule oft ein sehr wertschätzendes Klima und ein konstruktives miteinander. Grundlage für einen erfolgreiche Workshop ist das Vertrauen, welches wir den Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf ein selbst gesteuertes und selbstorganisiertes Lernen entgegenbringen. Folglich übernehmen die Schülerinnen und Schüler somit im Rahmen eines Workshops die Eigenverantwortung für ihren Lernprozess.
  3. Im Rahmen eines Workshops können wir uns selber als Trainer oder als Lehrer entlasten.  Es wird Wissen zum Beispiel in Form von geeigneten QR Codes, die auf bestimmte Informationsquellen verweisen bereitgestellt. Es entfällt die Vermittlung durch die Lehrperson im eigentlichen Sinn wie das in traditionellen Konzepten der Fall war. Die Schülerinnen und Schüler bzw. Teilnehmerinnen und Teilnehmer eignen sich selbstständig und eigenverantwortlich das entsprechende Wissen und die entsprechende Informationen an.
  4. Workshops in der Schule bieten eine Möglichkeit zur Verbesserung der  Lernortkooperation. Sie bieten eine Möglichkeit externe Experten zu einem bestimmten Thema oder auch Experten aus den Betrieben einzuladen, die dann den Schülerinnen und Schülern aber auch uns Lehrern als Teilnehmern mit ihrem Wissen und ihrer Fachexpertise zur Verfügung stehen.
  5. Grundsätzlich fördern Workshops auch die langfristige Vernetzung zwischen Schule und beruflicher Praxis und bzw. das Entstehen langfristiger Kooperationen zwischen Schule und der beruflichen Praxis.
  6. Workshops bieten einen Raum für echte Interaktion zwischen und innerhalb von Schülergruppen, da sie nicht auf klassischen Unterrichtssettings basieren. Das Lernen erfolgt in diesem Rahmen weniger reglementiert im Bezug auf bestimmte Zeitstrukturen und Sitzordnungen. Erst die daraus resultierende Offenheit führt dann dazu, dass es zu einer echten Interaktion und einer echten Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema kommt.
  7. Der übliche Notendruck entfällt.  Falls eine Leistung erfasst werden soll, kann das Endergebnis bewertet werden. Während der Durchführung des Workshops lassen wir die Schülerinnen und Schüler frei arbeiten und verschiedene Lösungsansätze ausprobieren ohne sie einem Bewertungsprozess zu unterziehen.
  8. Grundsätzlich können die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines schulischen Workshops auch Erfahrungen darin sammeln wie Lernen nach der Schule aussehen kann.  Im Zusammenhang mit dem lebenslangen Lernen kommen Workshops eine große Bedeutung zu, so dass Erfahrungen mit dieser Art des Lernens von großem Vorteil für spätere Lernprozesse sind. 
  9. Workshops fördern die Teamfähigkeit. Es entstehen im Rahmen von Workshops immer wieder neue Gruppenkonstellationen, die vom klassischen Klassengefüge abweichen, da die Zusammensetzung klassenübergreifend, jahrgangsstufenübergreifend und gegebenenfalls auch schulübergreifend sein kann. In diesen Settings müssen die Schülerinnen sich dann immer wieder neu zurecht finden ihren Platz in der jeweiligen Gruppe finden, einnehmen und ggf. auch vertreten.
  10. Nicht zuletzt sind Workshops auch einfach motivierend, da sie den Schul- und Unterrichtsalltag auflockern. Sie bieten öffnende Phasen, in denen Probleme, Ideen und Lösungsvorschläge gesammelt werden und  zusammenführende Phasen in denen sich für bestimmte Lösungsansätze entschieden werden muss. Hier schließt sich in der Regel eine Phase an, in der allen Workshop Teilnehmern die entwickelten Ansätze vorgestellt und ggf. auch argumentativ vertreten werden müssen.

Diese 10 Gründe bilden aus unserer Sicht ein gutes Fundament für den Einsatz von Workshops in der Schule. Wir hoffen, dass mit ihrer Hilfe ihr in der Lage seid selbst die Durchführung einmal auszuprobieren.

Konkrete Hinweise zur Planung, Durchführung und Evaluation von Workshops  erhaltet Ihr demnächst hier und auf Upspeak.

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